Achtung: Die hier geposteten Inhalte entsprechen in keinster Weise den Meinungen der Autoren, sondern stellen eine groteske Verzerrung der Wirklichkeit zur Belustigung der Leser dar.

Sonntag, 23. November 2008

The Curious Incident of the Dog in the Night-Time


Es ist schier unfassbar, welch einmalige Liebe einen Menschen an ein Tier binden kann und umgekehrt und doch wird es uns tagtäglich vor Augen gehalten:
Die nach außen hin steinhart wirkende Chefin, mit allen Wassern gewaschen und den ganzen Tag im Kommandier-Modus, wird weich wie Butter, sobald es um ihren über alles geliebten Hund geht. Die alte und gebrechliche Hundedame wird mit Liebe, Leckerlis und Tabletten geradezu überhäuft und darf sich, im Gegensatz zu allen andern im Haus, alles erlauben, sei es nun faules Rumliegen im Esszimmer oder die Benutzung des Kellers als Toilette.
Doch nun ist dieses ungeheuer starke Band der Liebe gerissen -zumindest vorläufig.
Während sich die Chefin Urlaub an einem streng geheimen Ort gönnt, bleibt dem apathisch zitternden Hund nichts übrig, als allein in der Jugendherberge zurückzubleiben. War die Situation am Anfang noch ertragbar, verschlimmert sich der Zustand der alten Dame, und damit meine ich Lissy, mit jeder Minute.
Die einst, lange vor unserer Zeit, so aktive und wunderschöne Hündin ist nunmehr ein Schatten ihrer selbst, zitternd und schnaufend liegt sie abwesend im Esszimmer auf dem nackten Boden, nur schwer ist sie zum Aufstehen zu bewegen, geschweige denn zum Gassi gehen.
Und hat man sie erst einmal nach draußen geschleppt, hört das Theater keineswegs auf. Lässt man auch nur für eine Sekunde die Leine locker, fällt das gebrechliche Ding einfach zur Seite um und liegt solange flach, sei es nun auf Steinen oder im Schnee, bis der gnädige Gassi-Geher sich erbarmt und die dicke Dame nach oben wuchtet.
Auch die Einnahme der Tabletten und sogar des Futters gestaltet sich oftmals schwieriger als erwartet, so bleibt es nicht aus, dass das verdorbene Vieh sich mit Händen füttern lässt und sogar die Milch scheint sie oft genug nur vom Finger anzunehmen.
Nachdem sie sich nun sogar weigert, die Treppe nach oben getragen zu werden, bleibt nur zu hoffen, dass das geliebte Tier noch 24 Stunden durchhält und die Chefin sie morgen lebendig in die Arme schließen kann.
Auf ein frohes Wiedersehen.

1 Kommentar:

jakob hat gesagt…

SO FULL OF WIN