Achtung: Die hier geposteten Inhalte entsprechen in keinster Weise den Meinungen der Autoren, sondern stellen eine groteske Verzerrung der Wirklichkeit zur Belustigung der Leser dar.

Sonntag, 7. Dezember 2008

In was für einem Irrenhaus wir wirklich arbeiten, merkt man doch erst, wenn man eine Weile nicht da war.
Nach außen scheint alles ganz normal, alle putzen und sind mehr oder weniger gut gelaunt, doch schaut man einmal hinter die Kulissen, so möchte man vermutlich am liebsten ganz schnell wieder weg.
Betritt man den Flur, so wird man von Misstönen der unterschiedlichsten Arten begrüßt, der Eine singt türkische Melodien vor sich hin, die Andere singt lauthalts die Charts rauf und runter und aus dem einen oder anderen Zimmer hört man leise Flüche, wie zum Beispiel "Jakob, hau der Nadja mal in die Fresse!".
Wagt man sich weiter vor, so stößt man zuallererst auf Zimmer 19, vorrausgesetzt man ist im zweiten Stock und das setzen wir hier einmal voraus. In Zimmer 19 finden wir nun also den ersteren der beiden Sänger in trauter Unterhaltung mit dem robust und recht gefährlich wirkenden Ex-und-immer-mal-wieder-Knasti, der zur Abwechslung nach 2000 Sozialstunden und mehreren Gefängnisaufenthalten hier nur 80 Stunden abzuleisten hat.
In Zimmer 20, also eine Tür weiter, stößt man auf ein unscheinbar wirkendes Mädchen, um die 15 Jahre alt, Pferdeschwanz, eifrig und doch eher weniger erflolgreich am Fensterputzen, doch auch hier unterliegt man einer Täuschung: Die süße Kleine leistet auch nur Stunden ab und kommt aus dem Frauenknast. Man sieht also, wir sind umgeben von gemeingefährlichen Verbrechern und minder guten Sängern.
Doch es kommt noch härter. Geht man weiter den Gang hinunter, dringt einem unweigerlich ein streng nach Schwimmbad riechender Duft in die Nase, der einen direkt in die Großraumduschen führt, wo die zweite Sängerin mit Spray versucht, den seit Jahren vorhandenen Schimmel in letzter Sekunde vor dem TÜV-Prüfer zu verstecken und sich dabei selbst besprüht. So weit, so gut, doch wartet man einige Minuten, werden plötzlich tausende kleiner, pinker Spritzer auf dem sonst dreckigblauen Shirt sichtbar und die aufgeregte Sängerin fragt jeden, der ihr über den Weg läuft, ob ihr selten schöner BH auch wirklich nicht abbekommen hat.
Gegenüber der Duschräume befindet sich Zimmer 21, es wird nicht direkt sichtbar, was hier falsch läuft, doch betritt man erstmal den kleinen, gefließten Raum, der als Bad dient, wird einem Schreckliches gewahr: Auf dem Boden in der Dusche kniet ein dürres Mädchen im viel zu großen Jugendherbergspulli (den es natürlich nicht in S gibt und in M nur, wenn man schnell genug ist) und schrubbt verzweifelt, nur mithilfe einer Zahnbürste und eines Eimers gefüllt mit kaltem, dreckigen Wasser, die Schamhaare aus den letzten Ritzen der anscheinend seit Jahren nicht gründlich gereinigten Duschen.
Und nach solch einem Tag hat man keineswegs nach Schichtende seine Ruhe, nein, wenn man Pech hat, so wie das Mädchen mit der Zahnbürste, arbeitet man länger, schließlich kann man den Termin mit dem Prüfer ja nicht verschieben und eine vorausschauendere Planung war wohl nicht möglich, und hat man dann die Arbeit doch hinter sich, so wird in "gemütlicher Runde" zusammengesessen.
Heißt: Man wird von den Blitzen der Kamera von unserer übereifrigen Sängerin gequält und darf sich danach auch noch die überaus ungelungenen Bilder anschauen. Doch dem ist noch nicht genug, nein, neben den gewohnt flachen Witzen diverser Festangestellter dringt einem auch allzu oft das hysterische und unmenschliche Lachen der Sängerin nicht nur ins Ohr, sondern bohrt sich geradezu in jedermanns Gehirn.
Wie gut tut es doch, nach solch einem Tag in wirklich kleiner und gemütlicher Runde zusammenzusitzen, bei einem Döner oder welchem Essen auch immer, und sich über die wirklich wichtigen Dinge zu unterhalten. Zum Beispiel warum es praktischer ist, einen Döner mit der Gabel zu essen.

Dienstag, 2. Dezember 2008

ZWANGSPOST
Flo der typ hat am Wochenende frei gehabt. Er hat den superaufwändigen Geburtstag verpasst.
Florian war das wirklich ein guter Tausch?
Warum bist du am Freitag nach der Spätschicht so gehumpelt?

meeh.
nicht lustig?
DIX

Freitag, 28. November 2008

wotwotwot
ein ECHTER tagebuchblogeintrag:
der finnische chor:

+wir
.
was soll man groß sagen? es ist schwer ernste posts zu verfassen.
Wie haben wir das nochmal gelernt? Ich machs einfach chronologisch.
brainlag
Sie kamen hier and und haben das leere Haus in ein lebendiges verwandelt.
Ahja jetzt erinnere ich mich.
Ich stand um 8 Uhr in der Küche und habe mich schon mental darauf vorbereitet gleich dem finnischen Chor das Abendessen alleine ausgeben zu dürfen und danach schön alles nachzubereiten. Blöde Gruppe. Müssen die mir die Spätschicht versauen? Könnt ich echt drauf verzichten.
Zum Glück kamen sie gerade noch rechtzeitig und ich machte mich sofort an die Arbeit.
Habe sicher irgendwas Sinnloses gemacht wie Waschbecken zu säubern :O.
Anscheinend kamen sie sofort in den Speisesaal und auf einmal fingen sie an zu singen.
WIE COOl dachte ich. Außerdem war es gut.
Ab sofort lief man an allen Ecken Finninen über den Weg, die einem Freundlich das MOIn an den Kopf warfen. Überall Lachen, überall wurde gesungen.
Man schämte sich schon wenn man aus versehen eine Mobstange fallen ließ.
Manche, die das Glück hatten lange genug ausschlafen zu können wurden von Gesang geweckt.
Was gibt es besseres?
Dank der fleißigen Dolmetscherin Marjukka konnte man sogar einigermaßen kommunizieren.
Nach einer rücksichtslosen Bergabfahrt schafften wir es sogar noch sie auf dem Weihnachtsmarkt auftreten zu sehen und es war wirklich ein Erlebnis.
Schade, dass sie schon so bald wieder fahren mussten. Aber facebook entkommt man nicht.
Hoffen wir, dass unsere Pläne sie in Finnland zu besuchen nicht von DU WEISST SCHON WEM durchkreuzt werden. Zusammen frei bekommen ist das möglich? wellsee

morgen hab ich frühschicht also bitte seht mir den abfallenden stil nach.
wer rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

Sonntag, 23. November 2008

The Curious Incident of the Dog in the Night-Time


Es ist schier unfassbar, welch einmalige Liebe einen Menschen an ein Tier binden kann und umgekehrt und doch wird es uns tagtäglich vor Augen gehalten:
Die nach außen hin steinhart wirkende Chefin, mit allen Wassern gewaschen und den ganzen Tag im Kommandier-Modus, wird weich wie Butter, sobald es um ihren über alles geliebten Hund geht. Die alte und gebrechliche Hundedame wird mit Liebe, Leckerlis und Tabletten geradezu überhäuft und darf sich, im Gegensatz zu allen andern im Haus, alles erlauben, sei es nun faules Rumliegen im Esszimmer oder die Benutzung des Kellers als Toilette.
Doch nun ist dieses ungeheuer starke Band der Liebe gerissen -zumindest vorläufig.
Während sich die Chefin Urlaub an einem streng geheimen Ort gönnt, bleibt dem apathisch zitternden Hund nichts übrig, als allein in der Jugendherberge zurückzubleiben. War die Situation am Anfang noch ertragbar, verschlimmert sich der Zustand der alten Dame, und damit meine ich Lissy, mit jeder Minute.
Die einst, lange vor unserer Zeit, so aktive und wunderschöne Hündin ist nunmehr ein Schatten ihrer selbst, zitternd und schnaufend liegt sie abwesend im Esszimmer auf dem nackten Boden, nur schwer ist sie zum Aufstehen zu bewegen, geschweige denn zum Gassi gehen.
Und hat man sie erst einmal nach draußen geschleppt, hört das Theater keineswegs auf. Lässt man auch nur für eine Sekunde die Leine locker, fällt das gebrechliche Ding einfach zur Seite um und liegt solange flach, sei es nun auf Steinen oder im Schnee, bis der gnädige Gassi-Geher sich erbarmt und die dicke Dame nach oben wuchtet.
Auch die Einnahme der Tabletten und sogar des Futters gestaltet sich oftmals schwieriger als erwartet, so bleibt es nicht aus, dass das verdorbene Vieh sich mit Händen füttern lässt und sogar die Milch scheint sie oft genug nur vom Finger anzunehmen.
Nachdem sie sich nun sogar weigert, die Treppe nach oben getragen zu werden, bleibt nur zu hoffen, dass das geliebte Tier noch 24 Stunden durchhält und die Chefin sie morgen lebendig in die Arme schließen kann.
Auf ein frohes Wiedersehen.

Mittwoch, 19. November 2008

Zivis bekommen überstunden!


Wenige Tage vor Beginn der nächsten Woche hängt der Arbeitsplan für kommende Woche aus.Meist gibt es tiefe Enttäuschungen,da man wieder einmal kein Wochenende frei bekommen hat,aber ganz ganz selten rutscht einem auch mal ein Lächeln über das Gesicht wenn man doch am Wochenende oder zu anderen besonderen Anlässen frei bekommen hat.
Doch gestern gab es nur wütende und schockierte Gesichter. Ich selbst fragte mich was da los ist und schaute auf den Plan.Dann sah ich es.Überstunden.Doch nicht nur das.Florian (ein weiterer Leidensgenosse) hat seine freien Tage nicht hintereinander, sondern getrennt.Doch als sei dass noch nicht genug,nein,an seinem Geburtstag muss er arbeiten.
Warum fragen sich alle.Ist es wegen dem Eis? Ist es unsere Bestrafung? Vielleicht,unsere Ermittlungen werden zu diesem Thema solange nicht eingestellt bis wir wissen warum.
Jakob,dessen Passion der Computer ist,muss am Donnerstag 10Stunden durcharbeiten.Ich selbst muss 9 Stunden bis Nachts um eins arbeiten, um dann 6Stunden später zur Frühschicht anzutreten.Warum tut diese Frau so etwas?Aber eins ist klar,im Moment haben wir sie in der Hand,denn wir haben ihren Hund.Und wie es diesem Hund geht,hängt ganz allein von uns ab.

Trat ich vor knapp 5 Monaten meinen Zivildienst noch mit Freude an,würde ich heute am allerliebsten Kriegsdient leisten.

Montag, 17. November 2008



SHOCKING NEWS.


gerade hat uns die Eilmeldung erreicht, dass es einen katastrophalen Eisschwund in der Jugendherberge R.uedes.heim gibt.
Berichtet wird von einer Menge von 300 Euro die in Form von Eis fehlen.

Wer ist der Schuldige?
Hat der Lieferant unsere scharf aufpassenden Mitarbeiter hinters Licht geführt?
Haben sich Zivies bedient? Als die Chefin kam rutschte mir das Herz in die Hose.

Bis sie sagte. 10 for two fehlt.




Wer könnte so tief gesunken sein 10for2 zu klauen?

Die alten Zivis?
Die Chefin selbst?
Chuck Norris?
Ein Rätsel nach dem anderen. Ist die Jugendherberge verflucht?

Bitte um Hilfe bei der Lösung des Falls




Leibeigenschaft
- eine Gepflogenheit des vergangenen Jahrhunderts?

Wir haben einen Ort gefunden, an dem diese Unterdrückung sich bis heute durchgesetzt hat und gar neu erfunden wurde.
Es ist... der Zivildienst in der Jugendherberge!
Wir, das sind Marcel, Florian, Jakob und Philip, durchleben täglich -wenn nicht stündlich- eine Freakshow des Absonderbarsten in dieser unscheinbaren Herbergsinstitution
Die Zeit ist reif, dass die Außenwelt darüber informiert wird!
Nach nun schon gut 4 überstandenen "Dienst"monaten wird ab sofort jedes mysteriöse oder abstoßende Vorkommnis dokumentiert.
Also seid bereit den Lachkrampf zu behandeln, sowie den Brechreiz zu unterdrücken, denn:
Zivi ist viel schlimmer als Krieg !